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Hausstaubmilbe

Die Hausstaubmilbe und die Allergie

Vorkommen:

Hausstaubmilben sind Spinnentierchen und 0,1 – 0,5 mm groß, also mit bloßem Auge nicht sichtbar. Sie sind weltweit verbreitet. Ihr Vorkommen nimmt durch die zunehmende Ausstattung unserer Häuser mit textilen Materialien (z.B.: Betten, Polstermöbeln, Teppichen, Vorhängen, Gardinen und Tierfellen) zu. Durch die verbesserte Wärmeisolierung unserer Wohnungen haben die Milben gute  Lebensbedingungen gefunden. Außer in Gebirgsgegenden über 1200 m sind sie überall anzutreffen.

Hausstaubmilben haben mit Unsauberkeit nichts zu tun !

Um sich vor ihnen zu schützen muss man ihrer optimalen Lebensbedingungen kennen und diese nachhaltig zerstören. Sie fühlen sich bei 20- 30°C und einer Luftfeuchtigkeit zwischen 75- 80% am wohlsten. Temperaturen von – 50°C vertragen sie einige Stunden, + 50°C ca. 4 Stunden und + 60°C ca. 1Stunde lang. Die Milben sind lichtscheu und verbergen sich deshalb in Betten, Polstermöbel und Teppichen. Sie halten sich mit ihren kleinen Haftfüßchen an den Fasern fest und sind deshalb auch mit dem Staubsauger nicht restlos zu entfernen.

Die Entwicklung der Milbe vom Ei bis zum geschlechtsreifen Tier dauert ca. 4 Wochen. Sie lebt 3- 4 Monate und ein Weibchen legt bis zu 300 Eier. Hauptnahrungsquelle sind Hautschuppen von Mensch und Tier. Wir verlieren pro Tag 1- 15g Hautschuppen, die 100.000 Milben zur Ernährung reichen. Die Milben übertragen keine Krankheiten, befallen nicht unsere Körperoberflächen und schaden uns normalerweise nicht. Nur bei Allergikern kann das Einatmen von Milbenstaub zu tränenden Augen, Niesen, Schnupfen, Hautjucken, Ekzemen und Asthma führen. Das Immunsystem eines Allergikers reagiert auf bestimmte Eiweiße des Milbenkotes übersteigert! Im Gegensatz zur Pollenallergie bestehen bei einer Milbenallergie die Beschwerden ganzjährig, mit einer Verschlimmerung im Herbst und Winter.

 

Warum?

 Sobald es in unseren Gegenden kalt wird, Fenster und Türen geschlossen und die Heizungen angestellt werden, vermindert sich die Luftfeuchtigkeit in unseren Wohnungen und die Milben sterben ab. Übrig bleiben große Mengen Milbenkot, allmählich zerfallende tote Milben und beide enthalten die Milbenallergene.

Wichtig: Je höher der Milbenbefall, desto stärker die Beschwerden der Allergiker.

 

Maßnahmen!

Hauptlebensraum der Milben sind Betten und Polstermöbel
- Polstermöbel durch Ledergarnitur oder Holzmöbel ersetzen
- Alle Staubfänger beseitigen (z.B. schwere Vorhänge, Teppiche und offene Kleiderregale)
- Die Matratzen werden mit milbenundurchlässigen Überzügen (erhältlich im Direktversandt, in Apotheken und Sanitätshäusern) überzogen
- Oberbett und Kopfkissen werden ebenfalls mit diesen Spezialüberzügen ausgerüstet
- Stehen in einem Schlafraum mehrere Betten müssen alle so ausgerüstet werden.
 Die Spezialbezüge sind atmungsaktiv, aber staub- und milbenallergendicht und lassen sich waschen

Wichtig ist, dass die Überzüge, die Matratzen und Kopfkissen von allen Seiten hermetisch einschließen und nicht etwa die Unterseite freilassen.

- Matratzen, die älter als 8 Jahre sind, sollten durch neue ersetzt werden.
- Hohe Luftfeuchtigkeit in allen Räumen vermeiden (weniger als 50%)
- Das Schlafzimmer sollte gering oder gar nicht beheizt sein (18°C)
- Häufiges Lüften für kurze Zeit
- Keine Luftbefeuchter anbringen
- Schimmelbefall vermeiden
- Auf Haustiere verzichten
- Alle Grünpflanzen aus dem Schlafzimmer entfernen
- Der Staubsauger sollte einen zusätzlichen Mikrofilter enthalten, der Milbenstaub zurückhält
- Bei allergiekranken Kindern müssen die Spielsachen, vor allem die Kuscheltiere, waschbar sein (über 60°C)

Die Stärke des Milbenbefalls kann man mit dem “Acarex Test” aus der Apotheke nachprüfen. Der gesammelte Staub wird mit einer Testlösung vermischt, ein Teststäbchen wird hinein gehalten und nach einer Minute kann man anhand der Verfärbung feststellen, wie hoch die Milbenbelastung ist. Teppich und Polstermöbel, die vorerst nicht austauschbar sind, sollten 1- 2 mal jährlich mit einem milbenvernichtenden Mittel behandelt werden (z.B. Acarosan).
 

Was kann man noch tun?

Nach einer gewissenhaften Diagnose der allergischen Erkrankung durch einen Facharzt ist es das wichtigste Ziel, die Ursachen der Allergie zu bekämpfen. Gegen die Beschwerden hilft neben Medikamenten in vielen Fällen eine Therapie, die den Körper gegen seine Allergene unempfindlich macht.
 

Die Hyposensibilisierung!

Hierbei wird dem Körper über einen längeren Zeitraum eine kleine, langsam steigende Dosis des krankmachenden Allergens unter der Haut injiziert. Nach ca. 2-3 Jahren verschwinden die allergischen Reaktionen fast vollständig oder treten nicht mehr so stark auf.

Der Erfolg ist umso besser, je gründlicher die Allergene, wie z.B. Milben, während der Spritzenbehandlung gemieden werden. Die Zeitabstände zwischen den einzelnen Spritzen betragen anfangs meistens 1 Woche, später reichen dann größere Abstände (z.B. 2 oder 3 Wochen). Kinder kommen in Begleitung eines Erwachsenen zur Behandlung. Nach der Spritze wird eine Wartezeit von 30 Minuten eingehalten, denn es könnten Beschwerden auftreten: Jucken, Hautausschlag, Husten, Atemnot, Schwindel, Herzklopfen, Unwohlsein usw.. Diese Beschwerden können eine Nebenwirkung der Spritze sein, die der Arzt sofort behandeln muß. Nach der Wartezeit kann noch Müdigkeit auftreten. Gemieden werden sollten für den Rest des Tages heißes Duschen, Saunabesuch, starke körperliche Anstrengung, sowie Alkohol.

Hinweis: Dieser Beitrag stammt von Frau Krcma. (07.01.02)

 

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