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Zecken

Zecken

Wo leben Zecken?

Das Vorkommen in Deutschland erstreckt sich von der Küste bis in 2000m Höhe in den Alpen. Laub- und Nadelwälder mit Sträuchern und Büschen sind die bevorzugten Aufenthaltsorte der Zecken. An hohen Gräsern, Farnen und niedrigen Zweigen sitzen sie und warten auf ein Tier oder einen Menschen. Sobald jemand vorbeikommt werden sie abgestreift oder lassen sich fallen und klammern sich sofort fest.

 

Wann sind Zecken aktiv?

Temperaturen ab 10°C aktivieren die Zecken. Höhepunkte gibt es zwei mal im Jahr und zwar Anfang Juni und Mitte September,  dann besonders in den späten Vormittagsstunden und am frühen Abend.

 

Das Leben der Zecken

Zecken sind braun gefärbt und etwa 2 bis 3 Millimeter groß. Sie leben vom Blut, wobei sich das Weibchen bis zur Größe einer Bohne voll saugen kann. Es nimmt dann eine gräuliche Farbe an. Einmal vollgesogen fallen sie vom Wirt ab und legen am Erdboden  etwa 5000 Eier aus denen die 0,5mm großen Larven  schlüpfen. Diese befallen hauptsächlich Mäuse und häuten sich dann zu ca. 1mm großen Nymphen, von denen häufig Vögel und Waldtiere befallen werden. Aber auch an Haustieren und am Menschen trifft man sie an, wo sie wegen ihrer Größe ( vollgesogen nicht größer als ein Hirsekorn) leicht übersehen werden. Am häufigsten sieht man die Weibchen und Männchen, die etwas kleiner sind, umherkrabbeln.

 

Zecken als Krankheitsüberträger

Zecken nehmen durch das Blutsaugen befallener Tiere Bakterien und Vieren auf, die sich dann in ihrem Körper vermehren. Durch den Zeckenstich werden die Krankheitserreger mit dem Speichel der Zecke an den Menschen weitergegeben. Das ist einmal die FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) und die Zeckenborreliose. Um die FSME zu vermeiden wird in bestimmten Gebieten Deutschlands (Bayern, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen) eine aktive Schutzimpfung (es werden nicht richtig krank machende, abgeschwächte Erreger geimpft, auf welche der Körper durch aktive Reaktion selbst eigene Antikörper bildet!) empfohlen. Eine passive Impfung (das ist die Gabe von fertigen Antikörpern, die ein anderer Organismus zuvor gebildet hat) kann kurz vor dem Aufenthalt in diesen Gebieten und bis vier Tage nach einem Zeckenstich erfolgen. Gegen die Zeckenborreliose gibt es keine Impfung und sie kommt in ganz Deutschland vor. Im Frühstadium ca. ein bis drei Wochen nach dem Zeckenstich kann sich eine Hautrötung ausbreiten, die oft ringförmig und größer als eine Handfläche wird. Ohne Behandlung kann nach Rückbildung der Rötung Wochen bis Monate später ein zweites Erkrankungsstadium auftreten. Es kommt zu Taubheitsgefühlen, Nervenentzündungen und Lähmungen in den Bereichen des Zeckenstiches. Auch diese Symptome können sich zurückbilden und später schubweise wieder auftreten. Im dritten Stadium, oftmals erst nach sechs Monaten oder später,  kommt es vorwiegend zu Entzündungen der Gelenke. In verschleppten, unerkannten Fällen können noch nach Jahren Entzündungen im Hirn- und Rückenmark, sowie chronische Hautentzündungen auftreten

 

Die Entfernung

Die Zecke sollte möglichst sofort mit einer Zeckenzange (aus der Apotheke) entfernt werden. Vorsichtig ohne den Zeckenleib zu zerquetschen wird sie aus der Stichwunde herausgezogen. Es sollte der Versuch unterbleiben,  die Zecken vor ihrer Entfernung mit Öl, Cremes, Alkohol, Nagellackentferner oder ähnlichen Substanzen zu bedecken, um die verstärkte Absonderung von erregerhaltigem Speichel zu vermeiden. Gelingt es nicht den Kopf der Zecke ganz zu beseitigen, wird dieser oft innerhalb weniger Tage als Fremdkörper abgestoßen. Eine Infektion geht von dem Köpfchen nicht mehr aus, da sich die Speicheldrüsen auch im Zeckenhinterleib befinden. Entzündet sich die Stichstelle ist sofort ein Arzt aufzusuchen.

 

Schutz vor Zeckenstichen

Der Schutz vor Zeckenstichen ist ganz einfach:

1. Bleiben Sie im Wald auf befestigten Wegen . Gehen Sie nicht durch hohe Gräser oder dichtes Unterholz.

2. Tragen  Sie beim Aufenthalt in Waldgebieten möglichst lange Hosen, die in die Stiefel oder Socken gesteckt werden können und langärmlige Hemden oder Pullover.

3.Untersuchen Sie Körper und Kleidung  auf Zeckenbefall. Helle Kleidung erleichtert das Absuchen. Den Kopf, bei Kindern besonders den Haaransatz, nicht vergessen!

4. Nach Entfernung einer Zecke beobachten Sie die Stichstelle bitte noch vier Wochen auf Zeichen einer Rötung oder Entzündung. Treten Beschwerden auf, wenden Sie sich bitte an ihren Arzt.

Hinweis: Dieser Beitrag stammt von Frau Meihost. (13.06.02)

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